Motorrad Navi Test 2018 – Vergleich der besten Geräte!

In diesem Artikel erfährst Du alles zum Kauf eines neuen Motorradnavis. Wir zeigen auf worauf es beim Kauf ankommt, was ein gutes Gerät ausmacht und geben Dir Kaufempfehlungen für geeignete Geräte der etablierten Hersteller Garmin und TomTom.

Top Navi gesucht?

Die Top3 Navis im Motorrad Navi Test:
 

Wozu braucht man Motorrad Navigation?

Motorradfahrern geht es nicht um Ziel, es geht um den Weg dahin. Biker lieben Fahrspaß und Kurven. In der Regel geht es nicht darum die kürzeste Strecke oder schnellste Route zum Ziel zu finden, sondern eine möglichst kurvenreiche Strecke auszuwählen. Zudem will man ein an die Bedürfnisse des Motorradfahrers angepasstes Gerät, das zuverlässig navigiert, einfach und effektiv zu bedienen ist und einen ausdauernden Akku vorweist.

Wodurch unterscheiden sich die Geräte zu herkömmlichen Navis wie Autonavi und Smartphone und was sind die Besonderheiten von Motorrad Navigation?

Im Motorrad Navi Test stellt man fest, dass es eine Reihe von besonderen Anforderungen an Motorradnavis gibt. Navis für Motorräder müssen diese Anforderungen erfüllen. motorrad_navi_test
Als erstes unterscheiden sich die Geräte in ihrer Bauweise zu anderen Produkten. Sie müssen am Lenker des Motorrads montierbar sein. Die Geräte müssen wasserdicht sein, um Regen und Feuchtigkeit nicht eindringen zu lassen, damit die elektronischen Bauteile nicht beschädigt werden können. Genauso müssen die Navis Fahrtwind trotzen und Vibrationen vertragen.

Motorradnavis müssen leicht sein und über einen ausreichend großen Bildschirm verfügen. Außerdem muss das Display hell leuchten, damit es auch unter freiem Himmel bei starker Sonneneinstrahlung sichtbar und leicht lesbar bleibt.

Weiterhin müssen die Menüführung und das grafische Interface auf die Bedienung mit Handschuhen ausgelegt sein. Zusätzlich können an das Gerät Headsets angeschlossen werden, damit Fahranweisungen per Sprachausgabe ausgegeben werden können. Dadurch sind der Blick und die Konzentration zu jeder Zeit auf der Straße.

Motorradnavigationsgeräte können für eine Route die kurvenreichste Strecke auswählen, um den Fahrspaß zu vergrößern.

Gefahrene Routen werden aufgezeichnet, können auf den Laptop oder Computer übertragen werden und dort gespeichert und geteilt werden. So kann man auch später wieder auf bereits absolvierte Routen zurückgreifen.

Wie wird ein Navigationsgerät für das Motorrad montiert?

Die Navis werden in der Regel bequem und sicher am Lenker befestigt. Hersteller der Geräte legen den Produkten meist eine entsprechende Halterung bei. Wenn diese verloren geht oder beschädigt wird, kann man aber auch einen Ersatz brauchen, besonders wenn der Hersteller keine Ersatzhalterung anbietet. Dazu eignen sich am besten Universalhalterungen, welche verschiedene Navis aufnehmen und fest am Lenker anbringen können.

Die Halter können aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Plastikhalterungen sind in der Regel günstiger. Halter bestehen in den meisten Fällen aus zwei Teilen. Ein Teil ist die Halterung, welche das Navigationsgerät aufnimmt. Das andere Teil bringt die Naviaufnahme als Arm am Lenker an. Diese zweiteiligen Halter können jedoch nur für richtige Motorradnavis genutzt werden, da sie das Navi nicht vor Regen und Feuchtigkeit schützen. Daher hat man zum Beispiel nicht die Option ein wasserundichtes Smartphone oder Autonavi anzubringen.

Navitaschen können verwendet werden, um das Autonavi oder das Telefon in die Tasche zu legen und dadurch vor Wassereindringen, Staub und Schmutz zu schützen. Die Tasche wird dann in diesem Fall am Navihalter angebracht.

Wie wird das Headset angeschlossen?

Praktisch an alle erhältlichen Motorrad Navis kann ein Headset kabellos über Bluetooth angeschlossen werden. Damit man nicht immer auf das Display des Geräts gucken muss, können Fahrtanweisungen per Sprachausgabe ins Ohr über Kopfhörer übertragen werden. Bluetooth Headsets bieten den Vorteil, dass kein Kabel verwendet werden muss und dadurch eine größtmögliche Bewegungsfreiheit gewährleistet wird.

Kann das Navi mit Handschuhen gesteuert werden?

motorradnaviEs ist bekannt, dass Smartphones mit herkömmlichen Handschuhen nicht per Touch auf den berührungsempfindlichen Bildschirmen bedient werden können, da diese bei Berührung keine Reaktion zeigen. Auf dem Zweirad ist man jedoch meist mit Handschuhen unterwegs, sodass eine handschuhfreundliche Bedienung von Nöten ist. Damit die Handschuhe bei jeder Eingabe nicht ausgezogen werden müssen, muss das Display zum einen auf Berührungen mit Handschuhen reagieren und zum anderen müssen auch das Interface und die Menüs in Bezug auf Bedienelementgröße und -anordnung so gestaltet sein, dass eine entsprechende Bedienung mit Handschuhen möglich ist.

Wie werden Motorradnavigationsgeräte mit Strom versorgt?

Akkus von Motorrad Navis sind in der Regel sehr ausdauernd und verfügen über eine große Ladungskapazität, um auch bei großen Touren nicht auf Stromzufuhr von außen angewiesen zu sein. Nichtsdestotrotz kann es vorkommen, dass die Geräte unterwegs mit Strom wieder aufgeladen werden müssen.

Eine Variante der Stromversorgung sind Powerbanks bzw. Akkupacks. Sie werden einfach ans Navi angeschlossen und versorgen dieses während der Fahrt oder auch während einer Pause in der Tasche oder im Rucksack mit Strom. Für den Fall, dass während der Fahrt eine Stromversorgung realisiert werden soll, ist es notwendig die Übergänge der Kabel und Anschlüsse vor Witterungseinflüssen wie Regen, Schnee und Schmutz zu schützen.

Das Navi kann auch an einer 12V-Ladebuchse geladen werden, sofern eine solche ans Bordspannungsnetz angeschlossen wird. Die Anschlüsse müssen vor Feuchtigkeit geschützt und ausreichend isoliert werden. Mit der Ladebuchse können über einen USB-Adapter auch Geräte wie das Smartphone aufgeladen werden.

Wie plant man eine Tour richtig?

Am einfachsten und bequemsten wird eine Tour zu Hause am Computer oder Laptop geplant. Dafür gibt es verschiedene Programme und Software.

Was ist eine Route und was ist ein Track?

unterschied_route_trackBei der Routenplanung stößt man oft auf die beiden Begriffe Route und Track. Eine Route ist beschrieben durch wenige Wegpunkte, welche auch als Checkpoints bezeichnet werden. Der exakte Weg zwischen den Checkpoints ist variabel und wird durch das Navi nach verschiedensten Gesichtspunkten wie Länge der Route, Dauer der Fahrzeit usw. dynamisch errechnet. Ein Track besteht aus eine Schar vieler Trackpoints, die sehr nah beieinander liegen und die Strecke dadurch exakt beschreiben. Tracks sind besonders bei Offroadfahrten abseits der Straße von Interesse.

Welche Dateiformate gibt es?

.gpx ist das GPS Exchange Format, welches ein Datenformat für Geodaten bzw. GPS-Daten darstellt. Es basiert auf dem Datenformat XML, ist quelloffen und frei von Lizenzen. Es ist ein sehr populäres und das wohl universellste Format für Geodaten. Es kann von vielen Softwares und Navigeräten gelesen werden. In dem Format werden Geopunkte, Routen und Tracks gespeichert.

Das .kml Format (Keyhole Markup Language) baut auch auf dem XML-Format auf und wird von Google Maps verwendet. Damit von Google Maps erstellte Routen vom Navi gelesen werden können, müssen diese vorher konvertiert werden.

Garmin Navigationsgeräte benutzen das .gdb Format. Damit das Format von Software und anderen Navis gelesen werden kann, muss es ebenfalls vorher umgewandelt werden.

TomTom setzt auf das .itm Format. Auch für dieses Format gibt es Konverter, um es auf anderen Geräten lesbar zu machen.
Welche Planungstools gibt es?

Besonders zu empfehlen sind Google Maps und Earth. Die Dienste sind kostenlos, online verfügbar und sehr benutzerfreundlich und schnell. Ebenfalls kann die Website Motoplaner.de verwendet werden, um Routen kostenlos online zu planen.

Wie wird im Motorrad Navi Test bewertet?

Die größten Hersteller im Bereich Motorradnavigation sind Garmin und TomTom. Durch die Erfahrung im Bereich Navigationsgeräte insbesondere im KFZ-Bereich können auf die Bedürfnisse von Motorradfahrern angepasste Produkte konzipiert werden. Zu den wichtigen Eigenschaften von Motorradnavis zählen die Maße und das Gewicht, die Bedienung, die Größe des Bildschirms, das Kartenmaterial, zusätzliche Funktionen und auch der Kaufpreis.

Welche wichtigen Eigenschaften haben Motorradnavis?

  • Welche Funktionen hat das Navi?
  • Wie lange dauert der Bootvorgang?
  • Wie lange dauert es eine Route zu planen?
  • Wie lange hält eine Akkuladung?
  • Lässt sich eine am Computer geplante Route auf das Navi übertragen?
In der Regel kann die Route am Rechner geplant werden und gefahrene Strecken auf dem Computer gespeichert, nochmal angeguckt und verändert werden. Man kann Routen auch speichern und an Freunde und Bekannte versenden.

Was macht ein gutes Navi aus?

motorradBei einem guten Navi wird die Route schnell und präzise berechnet. Auf Abweichungen reagiert das Gerät prompt und berechnet rasch eine Alternativroute ohne viel Bedenkzeit. Fahranweisungen können über Kabel oder Bluetooth mit einem Headset akustisch übertragen werden. Ein gutes Navi lässt sich auch mit angezogenen Handschuhen gut bedienen. Es ist wasserdicht und Staub kann nicht eindringen. Weiterhin sollte das Gerät über einen hellen Bildschirm verfügen, den man auch bei starker Sonneneinstrahlung lesen kann und der Akku sollte im Optimalfall auch für mehrtägige Touren reichen.

Wie navigiert man am besten auf dem Motorrad?

Auf dem Zweirad hat man verschiedene Möglichkeiten sich zum Ziel zu navigieren. Dazu gehören:

  • Motorradnavis
  • Tablets
  • Smartphones und Handys
  • Outdoornavis
  • Land- und Straßenkarten
  • KFZ-Navis und Autonavis

Reguläre Straßenkarten sind wahrscheinlich die älteste und einfachste Art zu navigieren. Auch bei stärkster Sonneneinstrahlung sind sie im Gegensatz zu einem spiegelnden Display sichtbar. Sie brauchen keinen Strom und kommen daher auch ganz ohne Akkus aus. Ihr größter Nachteil ist jedoch, dass man sich die Route merken muss, da man während der Fahrt auf dem Motorrad keinen Zugriff mehr auf die Karte hat. Wenn man die Route überprüfen oder sich noch einmal angucken will, muss man anhalten, Pause machen, die Karte aus der Tasche holen und dann die Route bzw. den Standort wieder auf der Karte suchen und die Strecke in Gedächtnis rufen. Ein weiterer Nachteil ist die Benutzung einer Karte bei Wind und Regen. Auch beim Verstauen hat man oft das Problem die Karte besonders bei starkem Wind wieder ordnungsgemäß zu Falten. Aber auch nachts und im Dunkeln hat man ein Problem. Die Karte kann kaum oder nur schlecht bzw. mit Anstrengung gelesen werden. Karten lohnen sich jedoch dennoch als Notfalllösung, wenn der Technik der Strom ausgeht und die Geräte anderweitig in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt sind.

Mit einem Tablet oder Smartphone hat man seine Navigation immer dabei. Durch das eingebaute GPS-Modul kann der Standort ermitteln werden. Installierte Navigationssoftware und Karten ermöglichen Routenführung. Einschränkungen bei der Verwendung gibt es beim Anbringen der Geräte am Motorradlenker, dem Eindringen von Feuchtigkeit und den begrenzten Akkukapazitäten, welche dem möglichst geringen Gewicht von Smartphones geschuldet sind.

Navigationsgeräte fürs Auto können mit entsprechenden Taschen und Halterungen auch auf dem Motorrad verwendet werden. Man muss sie vor Feuchtigkeit schützen und die Bedienung ist nicht auf Benutzung mit Handschuhen ausgelegt.

Am besten für die Navigation auf dem Motorrad eignen sich richtige Motorradnavis. Sie sind gegen Wasser, Regen, Schnee, Wind, Staub, Vibrationen und Stöße gewappnet. Dank der hellen Displays kann man auch bei direkter Sonneneinstrahlung das Bild auf dem Bildschirm klar und deutlich erkennen. Die Touchscreens lassen sich auch mit angezogenen Handschuhen bedienen. Auch die Interfaces und grafischen Oberflächen sind auf die Bedienung mit Handschuhen konzipiert. Über Bluetooth oder Kabel werden Fahranweisungen akustisch übertragen, sodass man auch ohne auf das Navi zu gucken navigiert werden kann. Dank mitgelieferter Halterungen werden die Produkte schnell, sicher und bequem am Lenker angebracht.

Das solltest du beim Kauf eines Motorrad Navis beachten!

Beim Kauf des Motorrad Navis sollte man auf verschiedene Dinge achten.

1. Das Gehäuse und die Verarbeitung
Zunächst ist das Äußere des Produkts zu prüfen. Es muss robust sein, ein stabiles Gehäuse, Erschütterungen und Vibrationen vertragen und das Innere des Geräts vor Wassereindringen schützen. Bei der Wasserdichtigkeit ist auf die IPX-Zertifizierung zu achten. Sie beschreibt den Grad bzw. die Qualität der Wasserdichtigkeit. IPX4 bedeutet, dass das Gerät vor Spritzwasser geschützt ist. Meist ist das aber nicht ausreichend. Daher sollte man stets zu einem Produkt mit IPX7 Zertifizierung achten. Dieses gewährleistet, dass das Gerät auch nach kurzes Untertauchen in Wasser ordnungsgemäß arbeitet.

2. Die Akkukapazität
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Kapazität des verbauten Akkus. Möchte man das Gerät nicht an eine Powerbank, einen externen Akku oder extra Stromversorgung von außen anschließen, so spielt die Akkukapazität eine besonders wichtige Rolle.

3. Anschlussmöglichkeiten und Konnektivität
An das Navi kann man per Bluetooth oder Klinkenstecker Headsets anschließen, um Navigations- und Fahranweisungen akustisch über den Lautsprecher ins Ohr mitgeteilt zu bekommen. Man muss also nicht aufs Display schauen und kann dadurch die Aufmerksamkeit auf die Straße richten. Weiterhin lassen sich die Navis per USB mit dem PC verbinden, um Daten zwischen den Geräten auszutauschen. Dadurch können geplante Routen vom Computer aufs Navi übertragen werden und gefahrene Strecke vom Navi auf den Rechner gespielt werden für die Auswertung und Wiederverwendung.

4. Navigationsqualität
Es kommt vor allem um die Geschwindigkeit der Bestimmung der Position, die Dauer für die Berechnung einer Route und die benötigte Zeit für ein eventuelles Umrouten. Gute Navis reagieren schnell auf geänderte Streckenführung und biete innerhalb kurzer Zeit direkt eine neue Route zum Ziel an.

5. Kartenmaterial und Updates
Beim Kauf eines neuen Navis sollte man beachten, dass der Hersteller lebenslang und kostenlos Updates für das Kartenmaterial des Geräts liefert. Dadurch kann man Geld sparen und verhindert Stress durch veraltetes Kartenmaterial und falsche Routenführung.

6. Steuerung und Bedienung
Motorradnavis werden einhändig mit Handschuhen bedient. Entsprechend muss die Menüführung, Eingabe und Anordnung der Steuerungselemente auf dem Display ausgelegt sein. Darüber hinaus unterscheiden sich die Bedienkonzepte zwischen den Hersteller. Es muss daher nach persönlichen Vorlieben entschieden werden.

7. Der Preis
Der Preis des Geräts ist auch entscheidend für den Kauf. Gute Geräte müssen nicht zwangsweise teuer sein. Es ist darauf zu achten, dass Kartenupdates vom Hersteller garantiert werden. Dadurch spart man auf lange Sicht Geld und kann das Gerät viele Jahre nutzen. Der Motorrad Navi Test ergibt, dass Navigationsgerät für das Motorrad aufgrund ihrer besonderen Merkmale ca. doppelt so viel kosten wie entsprechende Geräte für das Auto.