Der große Nachtsichtgerät Test – Ratgeber zum Kauf eines Nachtsichtgeräts

Warum ein Nachtsichtgerät Test?

Nachtsichtbrillen sind schon lange kein teures Gadget mehr, welches sich nur Enthusiasten holen. Mittlerweile kann man entsprechende Geräte erschwinglich erwerben. Mögliche Anwendungsfelder sind einige der vielen Hobbys wie die Jagd, Nachtwanderungen, Naturbeobachtung, Sport, Angeln und Höhlenerkundung. Beim Kauf steht man jedoch vor dem Problem, dass man nicht weiß, worauf es bei den Produkten ankommt, wie sie sich unterscheiden und für welches Gerät man sich entscheiden soll. Deshalb soll hier im Nachtsichtgerät Test dieses Thema angegangen werden, um interessierte Käufer einen möglichst umfassenden Überblick zu geben.

Zu den besten Nachtsichtgeräten auf dem Markt zählen:

 

Als Erstes: Was ist ein Nachtsichtgerät denn überhaupt?

Bei einer Nachtsichtbrille handelt es sich um einen technischen optischen Apparat, der erst die Möglichkeit schafft bei Dunkelheit zu sehen bzw. das Sehen im Dunkeln zu verbessern. Das Bild kann entweder direkt vom Beobachter gesehen werden, oder aber analog oder digital angezeigt, verarbeitet oder gespeichert werden.

Für wen sind Nachtsichtgeräte interessant?

Menschen können im Dunkeln bzw. in der Nacht nicht wirklich gut sehen. Das menschliche Auge benötigt Licht, um im Gehirn ein Bild generieren zu können. Die Sehleistung nimmt mit zunehmender Dunkelheit rapide ab. Der maximale Beobachtungsabstand sinkt stark, die Wahrnehmung und Unterscheidung von Farben verschlechtert sich deutlich und feine Details werden effektiv nicht mehr wahrgenommen. Eine Nachtsichtbrille erlaubt es, wie eine Katze bei Nacht und in der Dunkelheit sehen zu können. Sie eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten und Hobbies.nachtsichtgeraet_paintball
Stets wenn Beobachtungen in der Nacht oder Dämmerung durchgeführt werden sollen, kann es nur von Vorteil sein ein Nachtsichtgerät zu besitzen. Das können zum Beispiel Beobachtungen der Natur und Tieren, Jagdtätigkeiten, das Spielen von Paintball, Spaziergänge im Freien, Erkundungen von Höhlen, Fischen bei Nacht oder Wanderungen durch den Wald sein.

Eine Nachtsichtbrille wird oft von Jägern und Förstern genutzt, um nachts im Wald sehen zu können und jederzeit die Orientierung zu wahren. Die Produkte eignen sich ebenfalls genauso gut für Nachtwanderungen im Wald und im Freien. Aber auch ein Paintballspiel mit Nachtsicht kann eine spannende Abwechslung zum Spielen bei Tageslicht sein.

Funktionsweise von Nachtsichtoptiken

Restlichtverstärker erkennt man sofort an ihrer charakteristisch gründominierten Farbgebung des Bildes. Beim Einschalten der Geräte im Nachtsichtgeräte Test, hört man das bekannte Fiepen der Geräte.

Das wichtigste Bauteil von Nachtsichtbrillen ist die Bildwandlerröhre bzw. der Restlichtverstärker. Trifft Strahlung von außen, das sogenannte Restlicht, auf die Fotokatode, so werden Elektronen aus dieser gelöst und durch eine Hochspannung im Vakuum beschleunigt. Die beschleunigten Elektronen werden auf einen Leuchtschirm gelenkt, der über den physikalischen Effekt der Fluoreszenz, ein grünes Bild erzeugt. Wenn man das eintreffende Licht durch eine Optik leitet, kann das Bild vergrößert oder der Blickwinkel verändert werden. Gerade die Qualität der optischen Bauteile Objektiv und Okular entscheidet über die Bildqualität des von der Nachtsichtbrille erzeugten Bildes.nachtsicht

So gut wie alle Nachtsichtbrillen nehmen das vorhandene Licht der Umgebung auf, welches für das menschliche Auge unsichtbar ist. Dieses schwache Restlicht wird mehrere tausendmale verstärkt, um ein für den Menschen sichtbares Bild zu erzeugen. Zusätzlich kann an die Optiken eine Infrarotbeleuchtung angebracht werden, um selbst bei kompletter Finsternis ohne Restlicht durch Sterne, Mond oder Zivilisation ein Bild erzeugen zu können. Infrarotlampen werden vor allem für geschlossene Räume genutzt, die man gut mit einem Infrarotstrahler ausleuchten kann. Das können Höhlen, Gänge unter der Erde, Ruinen, Wälder oder Gebäude sein. Man sollte niemals direkt in den Infrarotstrahler sehen. Insbesondere Brillenträger sind gefährdet. Das unsichtbare Licht kann das Auge für immer schädigen.

Außerdem ist stets darauf zu achten, das Gerät nicht in hellen Umgebungen wie zum Beispiel am Tag oder in beleuchteten Räumen zu benutzen, das es ansonsten zu irreparablen Schäden kommt.

Hochwertige Produkte sind meist geschützt vor Schocks und Lichtblitzen.

Bauarten

Mit einer Nachtsichtbrille kann man mit dem menschlichen Auge auch nachts bei Dunkelheit ohne zusätzliche Beleuchtung sehen. Man unterscheidet die Geräte nach zwei Bauarten im Nachtsichtgerät Test. Das sind zum einen Monokulare, also Fernrohre, die zur Beobachtung mit nur einem Auge verwendet werden. Zum anderen gibt es auch Binokulare, welche wie Ferngläser aufgebaut sind und sich für die gleichzeitige Beobachtung mit beiden Augen eignen.

Der Hauptvorteil von Binokularen kristallisiert sich im Komfort heraus. Die Binokulare können mittels einer Kopfhalterung direkt vor den Augen positioniert werden. Dadurch wird ein ermüdungsarmer und freihändiger Gebrauch der Geräte ermöglicht. Monokulare bieten diesen Komfort zwar nicht, liefern aber oft eine bessere Bildqualität, da hochwertigere Optiken zum Einsatz kommen und die Vergrößerungen sich in einem höheren Bereich befinden.

Welche Typen gibt es?

Wie bereits beschrieben, muss in erster Linie die Bauweise der Geräte unterschieden werden. Die Produkte im Nachtsichtgerät Test sind entweder Monokulare für die Beobachtung wie durch ein Fernrohr mit einem Auge oder Binokulare für die simultane Beobachtung mit beiden Augen wie durch ein Fernglas.
Darüber hinaus gibt es zwei verschiedene Tragekonzepte für Nachtsichtbrillen. Zum einen gibt es die hand-held Varianten, welche in der Hand getragen und zum Beobachten gehalten werden. Zum anderen gibt es die head-mounted Produkte, welche auf dem Kopf angebracht und ein berührungsloses und freihändiges Beobachten bei Nacht und in der Dunkelheit erlauben.
Außerdem unterscheiden sich die Geräte durch ihre Generation. Sie entscheidet über Leistungsfähigkeit der eingebauten Restlichtverstärker. Mit jeder Generation wurden Neuerungen, Verbesserungen und Optimierungen eingeführt.

Geräte mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis sind:

Was bedeuten die Generationen von Nachtsichtgeräten?

1. Generation

Nachtsichtgeräte der ersten Generation stellen einen sehr guten und vor allem preislich attraktiven Einstieg in die Welt des Sehens bei Dunkelheit. Geräte der 1. Generation sind mit Restlichtverstärkern ausgestattet, welche nach dem Inverterprinzip rein passiv arbeiten. Das bereits vorhandene jedoch sehr schwache Licht aus der Umgebung, welches für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar ist, wird durch das Nachtsichtgerät mit Unterstützung einer Bildwandlerröhre verstärkt und das Bild dadurch aufgehellt. Das Streulicht der Umgebung kann zum Beispiel vom Mond, den Sternen oder aus Siedlungen kommen.nachtsichtgerät_test2 Geräte der 1. Generation zeichnen sich vor allem durch ihren geringen Stromverbrauch aus, da sie passiv arbeiten. Sie eignen sich also hervorragend für den Betrieb mit Akkus. Dadurch weisen die Produkte ein kleines Gewicht auf und können kompakt ausgeführt werden. Mit Nachtsichtbrillen der ersten Generation kann man etwa 50m weit sehen. Bei Bedarf kann die Bildqualität durch das Hinzuschalten einer zusätzlichen Infrarotlichtquelle verbessert werden. Das unsichtbare Infrarotlicht hilft die Umgebung auszuleuchten und von dieser reflektiert zu werden. Das reflektierte Licht wird dann vom Gerät erfasst und ein Nachtsichtbild entsteht selbst bei vollkommener Dunkelheit ohne Restlicht wie zum Beispiel in Höhlen oder anderen geschlossenen Räumen. Die zusätzliche Infraroteinheit benötigt aber ebenfalls zusätzlich Strom, sodass größere Akkus von Nöten sind. Dadurch werden die Geräte größer und schwerer. Im Gegenzug verdoppelt sich aber auch die Beobachtungsdistanz auf etwa 100m bei aktiver Beleuchtung. Geräte der 1. Generation findet man in der Regel im Hobbybereich.

2. Generation

Bei Nachtsichtgeräten der 2. Generation wurde eine Mikrokanalplatte eingebaut. Sie wird zwischen dem Leuchtschirm und der Fotokatode platziert. Die Platte dient als Multiplikator für Photonen. Dadurch wird eine deutliche Steigerung der Aufhellung des Bildes und der Lichtempfindlichkeit der optischen Vorrichtung erreicht. Das Restlicht kann mit diesem zusätzlichen Bauteil um den Faktor 20.000 verstärkt werden. Geräte der 2. Generation findet man vorwiegend im professionellen Bereich.

3. Generation

Bei der 3. Generation von Nachtsichtgeräten hat man die Mikrokanalplatte verbessern, indem Gallium in die Mikrokanalplatte eingearbeitet wurde. Durch diese Maßnahme kann die Leistungsfähigkeit bezogen auf Lichtempfindlichkeit und Restlichtverstärkung nochmals auf den Faktor 50.000-fache Verstärkung verdoppelt werden.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Wenn man ein Nachtsichtgerät erwerben möchte, gibt es eine Reihe von Punkten im Vorfeld zu beachten und zu klären. Zuerst sollten die Eckpunkte der Geräteeigenschaften festgelegt werden.
Dazu zählt zum Beispiel die Bauart. Will ich mit beiden Augen wie durch ein Fernglas beobachten, so wähle ich auch Binokular aus. Will ich lieber mit einem Auge durch ein Fernrohr beobachten, so entscheide ich mich für ein monokulares Nachtsichtgerät.

Weiterhin muss man sich für eine Trageweise entscheiden. Möchte ich das Gerät mit den Händen bei der Beobachtung halten, so wird sich für eine hand-held Variante entschieden. Soll die Nachtsichtbrille freihändig verwendet werden, dann wählt man eine head-mounted Variante, die am Kopf vor den Augen angebracht wird und bei Bedarf hoch und herunter geklappt werden kann.

Einer der wichtigsten Punkte ist die optische Leistungsfähigkeit, welche stark vom Kaufbudget abhängt. Für den Heimbereich findet man hauptsächlich Geräte der 1. Generation. Es handelt sich um preislich sehr erschwingliche Restlichtverstärker ohne besondere Modifikationen, die den perfekten Einstieg in die Welt der Nachtsichtgeräte ebnen. Sie erzeugen ein charakteristisch grünes Bild und verfügen über eine Beobachtungsdistanz von ca. 50 Metern. Die Geräte sind leicht, kompakt und verbrauchen wenig Strom, sodass sie mit einer Akkuladung für einen langen Zeitraum genutzt werden können. Es gibt auch Produkte die zusätzlich mit einer Infrarotlampe ausgestattet sind, um die optische Performance zu verbessern und die Reichweite auf 100m zu vergrößern. Diese Geräte sind aber größer, schwer und brauchen stärkere Akkus für den Betrieb. Im Profibereich findet man auch Geräte der 2. und 3. Generation mit verbesserten optischen Eigenschaften, welche aber für die meisten Heimanwender wegen des hohen Preises nicht relevant sind.

Der Kostenrahmen für reine Restlichtverstärker für den privaten Gebrauch beginnt bei etwa 75€. Sie stellen den idealen Einstieg für Nachtbeobachtungen in der Dunkelheit dar. Geräte mit extra Infrarotbeleuchtung bewegen sich preislich zwischen 100€ und 200€. Für vergleichsweise wenig Preisaufschlag bekommt man eine deutliche Verbesserung der optischen Fähigkeiten des Produkts.